Sicherheit und Militär
Bulawa-Rakete vernichtet Russlands Flotte - "Nesawissimaja Gaseta"
Thema: Bulawa: Chronik der Teststarts
MOSKAU, 02. November (RIA Novosti). Russlands Seekriegsflotte wird es in einigen Jahren nicht mehr geben. Diese Ansicht vertritt Alexander Chramtschichin, Vizedirektor des Instituts für politische und militärische Analysen.
"Russland ist es gelungen, Waffen von überragender Vernichtungsstärke zu entwickeln - die Bulawa-Rakete", äußerte der Experte ironisch. "Die Serienproduktion der Rakete wurde noch nicht aufgenommen - das wird auch niemals geschehen - sie hat aber bereits Russlands Seekriegsflotte vernichtet. Nahezu das gesamte Geld, das für deren Entwicklung bestimmt war, wurde für dieses wahnwitzige und aussichtslose Programm ausgegeben."
In einigen Jahren werden Russlands Seekriegsflotte insgesamt wie auch die vier Bestandteile der Flotte ihre Existenz beenden, so Chramtschichin am Montag in der Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta".
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Dies sei bereits praktisch absolut unumgänglich, selbst massive Einkäufe von Kriegsschiffen im Ausland würden die Situation kaum retten. Insofern brauche Russland nicht um eine Verlängerung der Stationierung seiner Schwarzmeerflotte in Sewastopol nach 2017 zu kämpfen: Bis dahin werde von der Schwarzmeerflotte bestenfalls die Noworossijsker Brigade übrig bleiben. Das Höchste, wozu die russische Flotte in zehn Jahren fähig sein werde, wäre die unmittelbare Verteidigung einiger Hauptstützpunkte.
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Dabei werden für die Bulawa-Rakete gleich drei U-Boote gebaut (Fotostrecke). Das riesige Geld, das für die Bulawa- und Borej-Raketen ausgegeben worden sei, sei einfach zum Fenster hinausgeworfen worden. Der Wahnsinn werde aber anscheinend fortgesetzt. Das Geld sei indes weg und die Flotte zu Grunde gerichtet. Das Wichtigste: Russland verliere die maritime Komponente seiner strategischen Kernwaffen.
Bedauerlicherweise sei die Geschichte mit Bulawa nicht die einzige dieser Art, sie sei nur die markanteste, betont der Experte. Selbst die schärfsten Maßnahmen würden die Situation in der Rüstungsindustrie nicht ändern, wo es weder Konkurrenz noch Verantwortung gebe.
Denn die Basis des russischen Staates sei eine Korruptionsvertikale, die eine absolute Fusion von Staat und Wirtschaft sowie eine umfassende Monopolisierung der Wirtschaft und eine totale Verantwortungslosigkeit der Beamten in der Rolle von Unternehmern voraussetze: Um so mehr als dieses Monopol nicht nur in Wirtschaft, sondern auch in der Politik herrsche.

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