Sicherheit und Militär
US-Experte: Eisschmelze gefährdet russische Militärbasen
NEW YORK, 05. November (RIA Novosti). Die Eisschmelze schürt laut dem US-Experten und Autor Roger Howard den politischen Kampf um arktische Rohstoffe zwischen Moskau und Washington und kann neue Militärgefahren für den russischen Norden bedeuten.
„Die Eisschmelze lässt die Ausbeutung arktischer Lagerstätten realistisch aussehen. Diese Vorkommen machen laut Experteneinschätzungen bis 13 weltweiter Öl- und bis 30 Prozent Gasvorräte. Die Arktischen Fünf (Russland, Norwegen, Kanada, Dänemark und die USA) versuchen bereits heute, Schelf-Gebiete abzugrenzen. Es ist zu erwarten, dass der politische Kampf zunimmt“, sagte Howard in einem RIA-Novosti-Gespräch.
Der Autor von „The Oil Hunters“ äußerte weiter, die Eisschmelze bereite Russland außerdem Probleme mit der Bewachung seiner Nordgrenze. Möglich sei die Eröffnung der ‚vierten Front’: „Es geht um eine militärische Gefahr für russische Marinebasen sowie die wichtigsten Öl- und Gasvorkommen an der russischen Nordküste“.
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Aber auch Amerika werde mit neuen Militärgefahren etwa für die Ölvorkommen der Prudhoe Bay und die für transatlantische Seewege zuständigen Radarstationen konfrontiert.
„Eine Konfrontation zwischen Russland und den USA ist aus meiner Sicht nicht unvermeidbar, die politische Situation in der Region wird sich aber zuspitzen. Vor diesem Hintergrund kann ein Konflikt durch etwas provoziert werden“, hieß es.
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Ein UN-Engagement sei für die politische Regelung eher aussichtslos, der beste Weg wären laut Howard bilaterale Verhandlungen.

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