
MOSKAU, 14. Dezember (RIA Novosti). Die fünf US-Bürger, die in Pakistan wegen Verdachts auf Extremismus festgenommen worden waren, werden nicht ausgeliefert, bevor der Fall vor Gericht neu verhandelt ist.
Das berichtet Associated Press am Montag unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Hohen Gerichts der pakistanischen Stadt Lahore.
Am 9. Dezember war die Festnahme der Amerikaner in der Stadt Sargodha mitgeteilt worden. Laut einer späteren Meldung handelt es sich um Umer Farooq and Waqar Hussain pakistanischer Herkunft, Aman Yamar and Ahmed Abdullah Mimi äthiopischer Herkunft sowie um den in Ägypten gebürtigen Ramy Zamzam, der an der Howard Universität als Zahnarzt ausgebildet wird.
Auch gegen Farooqs Vater, Unternehmer aus dem US-Bundesstaat Virginia, der ebenfalls in Gewahrsam genommen wurde, wird wegen Teilnahme an den mutmaßlichen Plänen des Sohnes und seiner Mittäter ermittelt.
Nach Angaben der pakistanischen Sicherheitsbehörden hatten die Festgenommenen früher versucht, sich mit den an der Grenze zu Afghanistan agierenden Extremisten in Verbindung zu setzen und sich ihnen anzuschließen.
Laut der Agentur sind die Inhaftierten noch nicht offiziell angeklagt worden, denn das Gericht will nähere Informationen bekommen, bis eine Entscheidung dazu getroffen wird.
"Sie dürfen nicht an das FBI bzw. die Behörden der USA und nicht an ein anderes Land ausgeliefert werden, solange keine Entscheidung über ein (gerichtliches) Gesuch darum vorliegt. Das Gericht hat der Regierung verboten, die fünf (Amerikaner) auszuliefern", zitiert Reuters den Anwalt Tariq Asad.
Wie der Polizeichef von Sargodha früher mitgeteilt hatte, hatten die Tatverdächtigen zuerst versucht, sich mit den Terroristen per Internet in Verbindung zu setzen, und waren dann in die südpakistanische Stadt Karachi gekommen, um sich mit ihnen zu treffen. Die Amerikaner seien jedoch mit ihren Plänen gescheitert und hätten bei der ansässigen Bevölkerung nur Verdacht erregt.
Während der Festnahme sollen bei den mutmaßlichen Terroristen ein tragbarer Computer, extremistische Schriften und elektronische Landkarten von pakistanischen Städten sichergestellt worden sein. Laut Aussagen der Festgenommenen hielten sie sich in Pakistan auf, um "Märtyrer zu werden", so der Polizeichef.