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Russlands Geheimdienste liebäugeln mit israelischen Drohnen – „Kommersant“

14:00 12/01/2010

Dem Beispiel des russischen Verteidigungsministeriums, das von Israel vergangenes Jahr mehrere unbemannte Flugapparate gekauft hat, können auch andere Sicherheitsbehörden folgen.

MOSKAU, 12. Januar (RIA Novosti). Dem Beispiel des russischen Verteidigungsministeriums, das von Israel vergangenes Jahr mehrere unbemannte Flugapparate gekauft hat, können auch andere Sicherheitsbehörden folgen.

Wie die Zeitung "Kommersant" in der Dienstagsausgabe schreibt, verhandelt der Inlandsgeheimdienst FSB derzeit mit der israelischen Firma Aeronautics Defense über den Kauf von Drohnen, die vor allem bei der Bewachung der Grenzen eingesetzt werden könnten. Experten behaupten, dass der FSB zu diesem Zweck auch ähnliche Flugkörper russischer Produktion verwenden könnte.

Gleich mehrere Quellen in der russischen Rüstungsindustrie verrieten, dass es sich um den Kauf von mindestens fünf leichten unbemannten Flugapparaten namens Orbiter handele. Vor drei Jahren hatte Polen für etwa drei Millionen Dollar sechs dieser unbemannten Flugkörper mit einer Reichweite von 50 Kilometern gekauft.

Aeronautics Defense Systems ist der drittgrößte Drohnenhersteller in Israel nach Israel Aerospace Industries (IAI) und Elbit Systems. Ausgerechnet bei IAI hatte die russische Militärbehörde zwölf Flugapparate für insgesamt 53 Millionen Dollar gekauft. Elbit wird von der russischen Seite nicht mehr als möglicher Lieferant betrachtet, weil dessen Drohnen Hermes-450 von der georgischen Armee während des Krieges in Südossetien verwendet wurden.

Der FSB befasst sich mit dem Thema Drohneneinsatz in Grenzgebieten bereits seit 2003, als ihm der Föderale Grenzschutzdienst angegliedert wurde. Einem Insider in der Rüstungsindustrie zufolge herrscht bei den FSB-Grenztruppen ein großer Bedarf an Drohnen. Ende 2008 hatten der FSB-Grenzschutzdienst und das Verteidigungsministerium gemeinsam mehrere russische Drohnen getestet, aber keine von ihnen habe die gestellte Aufgabe vollständig erfüllt, so ein Experte. Ein Apparat des Typs „Irkut-10" sei bei den Tests sogar abgestürzt.

Der Chefredakteur des Fachinternetportals UAV.ru, Denis Fedutinow, verwies darauf, dass das Verteidigungsministerium unter anderem taktische Drohnen des Typs I-View MK150 und mittelschwere Apparate Searcher Mk II gekauft habe. Die Entwicklung der Drohnen dieser Klassen in Russland ist noch nicht fertiggestellt. Der FSB interessiere sich aber für leichte Flugkörper, für die es auch einheimische Analoga gebe, darunter die „Eleron-10" und die „Irkut-10", auch wenn das erstere Modell wesentlich verbessert werden müsse und das letztere bei den erwähnten Tests gescheitert sei.

Diese Maschinen seien aber nicht mehr reine Projekte mit unklaren Perspektiven, sondern würden bereits serienmäßig gebaut, so der Experte. Dabei lassen sie sich nach den technischen Charakteristika durchaus mit dem israelischen Modell Orbiter vergleichen.

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