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Russland will von U-Boot-Boom in Ostasien profitieren

19:26 19/01/2010

Russland verstärkt sein Engagement auf dem ostasiatischen Marine-Markt und will dabei insbesondere auf dieselelektrische U-Boote der vierten Generation setzen, so die Experten des Fachmagazins „Moscow Defense Brief“.

MOSKAU, 19. Januar (RIA Novosti). Russland verstärkt sein Engagement auf dem ostasiatischen Marine-Markt und will dabei insbesondere auf dieselelektrische U-Boote der vierten Generation setzen, so die Experten des Fachmagazins „Moscow Defense Brief“.

Russland wolle von der boomenden Nachfrage nach U-Booten in Asien profitieren, neue Partner dort suchen und die „Kriegsflotten-Konstellation im Asiatisch-Pazifischen Raum mit seinem Marineexport weiter stark beeinflussen“, heißt es in einem analytischen Artikel, den die erste Ausgabe des Magazins im laufenden Jahr enthält.

Das neue russische U-Boot-Projekt 677 Lada (Exportname: Amur) werde vermutlich Indien und China interessieren. Im laufenden Jahr stelle Russland voraussichtlich das erste dieselelektrische U-Boot dieser Klasse in Dienst. Das ebne dann auch den Weg für Exportlieferungen solcher U-Boote der vierten Generation, so der Bericht.

Die Ende des 20. Jahrhunderts in Russland entwickelten U-Boote der Lada-Klasse haben relativ geringe Abmessungen (das erste U-Boot ist 67 Meter lang), sind nahezu geräuschlos und verfügen über starke Torpedos und bei Bedarf Flugabwehr-Raketen.

Fotostrecke: Tag der russischen U-Boot-Flotte

Wie es im Bericht weiter heißt, vermarktet Russland auch seine U-Boote der Projekte 877 und 636 in Asien weiter. Ein Beleg dafür sei der 2009 mit Vietnam geschlossene Liefervertrag für sechs solche U-Boote. Die U-Boote dieser Klasse lägen zurzeit den nichtatomgetriebenen Marine-Kräften Indiens und Chinas zugrunde. Das bleibe offenbar für mindestens ein Jahrzehnt weiter so, insbesondere vor dem Hintergrund ihrer Ausrüstung mit Club-S-Raketen.

Fotostrecke: U-Boot-Stützpunkt am Pazifik

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