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Sicherheit und Militär

Afghanistan-Einsatz: Georgien will Aufmarschgebiet der USA werden - Russlands Presse

13:17 01/02/2010

MOSKAU, 01. Februar (RIA Novosti). Georgiens Präsident Michail Saakaschwili hat der Nato vorgeschlagen, die Schwarzmeerhäfen Poti und Batumi sowie Flughäfen als Nachschubstützpunkte für den Afghanistan-Einsatz zu nutzen, berichten russische Zeitungen am Montag.

Experten zweifeln aber daran, dass die USA an dem georgischen Angebot interessiert sein werden.

Derzeit liefern die USA die Transitfracht für seine in Afghanistan stationierten Truppenteile von der Ostsee durch Russland, Kasachstan und Usbekistan. Der kürzeste, aber auch der gefährlichste Weg verläuft durch Pakistan. Washington sowie dessen Nato-Verbündete brauchen dringend neue Transitwege, weil das US-Truppenkontingent in Afghanistan verdoppelt worden war.

Für aussichtsreich halten die USA Weg am Kaspischen Meer: die Frachten werden zunächst über Georgien nach Aserbaidschan geliefert, danach auf dem Seeweg bis zum kasachischen Hafen Aktau und von dort durch Usbekistan nach Afghanistan.

Dennoch hat die Sache einen deutlichen Nachteil. „Damit die Militärfracht frei durch irgendeinen Staat geliefert werden kann, soll man in erster Linie die Sicherheit der Fracht gewährleisten", teilte Georgi Tawdgiridse, Experte für Militärfragen, der Zeitung „Kommersant" mit. „Immerhin wird der See- und Luftraum Georgiens nach dem August-Krieg in der Realität von Russland sowie von den russischen Streitkräften kontrolliert", so Tawdgiridse.

Saakaschwili versucht seit langem, Georgien zu einem Teil der westlichen Gemeinschaft zu machen. Letztendlich will er seinen Staat als Nato- und EU-Mitglied sehen. Dieser Kurs steht aber seit dem Konflikt im August 2008 in Frage, als die russischen Truppen nur wenige Kilometer vor Tiflis waren.

Der von Barack Obama angekündete „Reset" in den Beziehungen zwischen den USA und Russland hat Georgien kaum beruhigt. Damals haben viele EU-Staaten ihre Zweifel an der möglichen europäischen Integration Georgiens geäußert.

„Der von Saakaschwili vorgeschlagene Weg ist zu kompliziert", so teilte Fjodor Lukjanow, Chefredakteur der Zeitschrift „Russia in Global Affairs", der Zeitung „Gaseta" mit. Deswegen sei seine Ankündigung über die Bereitschaft Georgiens, ein Aufmarschgebiet für die Nato-Streitkräfte zu werden, eher eine politische Promotion als ein offizieller Vorschlag, so Lukjanow.

„Tiflis beschloss, die USA daran zu erinnern, dass es deren treuer Verbündeter ist. Washington hat in bedeutendem Maße das Interesse für das Geschehen in Georgien verloren. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sich die Staatsführung alles Mögliche tut, um die Aufmerksamkeit der Überseepartner auf sich zu ziehen", schlussfolgerte der Politologe.

Quellen: „Gaseta", „Kommersant" vom 01.02.10

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13:17 01/02/2010 Georgiens Präsident Michail Saakaschwili hat der Nato vorgeschlagen, die Schwarzmeerhäfen Poti und Batumi sowie Flughäfen als Nachschubstützpunkte für den Afghanistan-Einsatz zu nutzen, berichten russische Zeitungen am Montag. >>

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