Sicherheit und Militär
Russland braucht Kernwaffen zur Abschreckung - Sichehreitsratssekretär Patruschew
MOSKAU, 06. Februar (RIA Novosti). Russland will zwar niemanden angreifen, es wird aber auch nicht abwarten, bis es angegriffen wird. Das erklärte der Sekretär des Sicherheitsrates Russlands, Nikolai Patruschew, in einem Interview für den Fernsehsender Russia Today.
Damit nahm er Stellung zu der von Präsident Dmitri Medwedew am Freitag gebilligte neue Militärdoktrin des Landes – eines der grundlegenden Dokumente der strategischen Planung in Russland. „Es muss betont werden, dann wir niemanden angreifen wollen. Wenn es aber darum gehen wird, ob unser Staat existieren wird oder nicht, so werden wir natürlich keine Wahl haben“, führte er weiter aus. „Wir werden eine Friedenspolitik betreiben, zugleich aber unsere nationalen Interessen verteidigen und uns mit den Mitteln schützen, über die wir verfügen.“ „Wir werden auch nicht den Moment abwarten, bis uns ein Schlag zugefügt wird“, fügte Patruschew hinzu.
„Angesichts der Rüstungen, über die andere Länder verfügen, werden wir keinen Gegenschlag realisieren können. Deshalb werden wir natürlich daran arbeiten, um Informationen über entsprechende Pläne zu bekommen, sowie daran, dass uns keine Schläge zugefügt werden.“ „Das Vorhandensein von Atomwaffen an sich ist das Mittel, das die Möglichkeit bietet, unsere potentiellen Gegner zurückzuhalten“, sagte Patruschew. Im Endeffekt sollte die Welt dazu kommen, dass die Kernwaffen nicht mehr verbreitet werden. „Wir müssen aber die Realitäten berücksichtigen, die heute in der Welt entstehen. Haben denn die anderen Länder auf ihre Kernwaffen verzichtet? Nein. Besitzen sie diese Waffen? Ja, das tun sie. Könnten sie diese Waffen einsetzen, soweit sie diese besitzen? Das können sie. Deshalb denke ich nicht, dass wir allen voran darauf verzichten und damit die Existenz unseres Staates, unsere nationalen Interessen und unsere Bevölkerung in Gefahr bringen sollen.“
„Die Doktrin ist kein Dogma, es kann geändert werden, und im Laufe der Zeit werden diese Änderungen erforderlich sein“, fügte Patruschew hinzu.

in den Blog einfügen
Sie können den Link in Ihren Blog kopieren.
Video-Code:
Vorschau:


Twitter






