Sicherheit und Militär
Litauen will Mistral-Verkauf an Russland auf Ebene der EU-Verteidigungsminister erörtern
Thema: Hubschrauberträger Mistral
VILNIUS, 09. Februar (RIA Novosti). Die litauische Verteidigungsministerin Rasa Jukneviciene will den beschlossenen Verkauf eines französischen Hubschrauberträgers der Mistral-Klasse an Russland mit ihren EU-Kollegen beim bevorstehenden Treffen in Spanien erörtern.
Das teilte die Pressestelle des litauischen Landwehrministeriums am Dienstag in Vilnius mit. "Die Entscheidung, fortgeschrittene Angriffstechnik an Russland zu exportieren, zeugt von einem besonderen Vertrauen Frankreichs gegenüber Russland. Ich möchte Russland empfehlen, ein ähnliches Vertrauen gegenüber der NATO an den Tag zu legen und die Allianz nicht wie in seiner neuen Militärdoktrin als eine 'Bedrohung der Sicherheit Russlands' zu bezeichnen", sagte Frau Jukneviciene, die zugleich kommissarische Außenministerin Litauens ist.
Sie brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Verbündeten Litauens ihre Schritte mit anderen Mitgliedsländern der Allianz abstimmen, bevor Beschlüse gefasst werden, die die Sicherheitsinteressen der NATO und deren Partner beeinträchtigen könnten. Am vergangenen Montag hatte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bei einem Treffen mit Pentagon-Chef Robert Gates gesagt, der Verkauf der Mistral an Russland werde die Sicherheit der NATO nicht gefährden. Am selben Tag stimmte Paris dem Deal mit Russland zu.
Das rund 200 Meter lange Schiff kann sechs Hubschrauber, vier Landungsboote, zwei Tragflächenboote und eine 450-köpfige Landetruppen-Einheit aufnehmen. Derzeit verfügt die französische Marine über zwei Kampfschiffe dieses Typs: Mistral und Tonnerre. Laut französischen Medien beläuft sich der Wert des geplanten Geschäfts mit Russland auf 400 Millionen bis 500 Millionen Euro.

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