
MOSKAU, 19. März (RIA Novosti). Im laufenden Jahr will Russland atomgetriebene und dieselelektrische U-Boote der vierten Generation in Dienst stellen, teilte die Marine am Freitag, dem Tag der russischen U-Boot-Flotte, mit.
„2010 kann ein zeichensetzendes Jahr für die russische U-Boot-Flotte werden. Je nach den Testergebnissen können in diesem Jahr neue strategische und Mehrzweck-U-Boote der vierten Generation in Dienst gestellt werden“, sagte ein Sprecher des Marinestabs RIA Novosti.
Das jüngst gebaute Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ steche im Sommer in See, um neue Teststarts der Interkontinental-Rakete Bulawa durchzuführen. Wenn diese von Pannen verfolgte neue Rakete die Tests bestehe, werde die „Juri Dolgoruki“ damit ausgerüstet und der Marine zur Verfügung gestellt: „Ohne Raketen werden wir das U-Boot nicht in Dienst stellen“.
Zwei weitere Atom-U-Boote des Projektes Borej, dem die „Dolgoruki“ angehört, würden zurzeit gebaut: „Bis 2015 sollen insgesamt bis zu acht U-Boote dieses Projektes in Dienst gestellt werden“.
Fotostrecke: Stapellauf der „Juri Dolgoruki"
Im Mai laufe voraussichtlich das erste Mehrzweck-U-Boot des Projektes 885 Sewerodwinsk vom Stapel. Diese U-Boote bekämen neue Flügelraketen, die im Gegensatz zu Bulawa ihre Tests erfolgreich absolviert hätten. Im laufenden Jahr werde voraussichtlich auch das erste dieselelektrische U-Boot der Lada-Klasse in Dienst gestellt.
Wie es hieß, stehen heute insgesamt rund 60 U-Boote der dritten Generation den russischen Marinekräften zur Verfügung. Rund zehn davon hätten Langstreckenraketen mit atomaren Gefechtsköpfen, mehr als 30 weitere seien atomgetriebene Mehrzweck-U-Boote.
Fotostrecke: Tag der U-Boot-Flotte