
ROSTOW AM DON, 25. März (RIA Novosti). Ein georgischer Staatsbürger und zwei ranghohe russische Offiziere sind wegen Spionage für Tiflis und Hochverrats zu langen Haftstrafen verurteilt worden.
Das Militärbezirksgericht Nordkaukasus im südrussischen Rostow am Don fällte sein Urteil am Donnerstag. Der georgische Staatsbürger Sasa Cherkeladse erhielt elf Jahre Haft wegen Spionage. 2007 war er nach Angaben der Ermittler in die russische Teilrepublik Nordossetien eingeschleust worden. Dort verschaffte er sich illegitim einen russischen Pass. Seine Aufgabe bestand darin, ein Agenten-Netz aufzustellen, um Informationen über russische Militäreinheiten im Nordkaukasus und die Aktivitäten der Verwaltungsbehörden Nordossetiens zu sammeln.
Zwei russische Militärangehörige im Rang Oberstleutnant, die dem georgischen Spion geholfen hatten, wurden zu 15 bzw. 13 Jahren Haft wegen Hochverrats verurteilt. Sie sammelten Informationen und suchten Soldaten, die nach ihrer Ansicht angeworben werden könnten. Auf die gesammelten Daten soll die georgische Führung unter anderem für die Vorbereitung ihres Militäreinsatzes in Südossetien im August 2008 zurückgegriffen haben.