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Sicherheit und Militär

Medwedew lobt rasche Befreiung des gekaperten russischen Tankers

Thema: See-Piraterie ufert aus

15:32 06/05/2010

MOSKAU, 06. Mai (RIA Novosti). Nach der spektakulären Befreiung des russischen Tankers „Moscow University“ sollen die beteiligten Marinekräfte Auszeichnungen erhalten und die festgenommenen Piraten zu einem Ermittlungsverfahren nach Russland gebracht werden.

„Es werden Maßnahmen getroffen, um die festgenommenen Piraten nach Moskau zu bringen, damit sie im Rahmen des russischen Strafprozess- und des Völkerrechts zur Verantwortung gezogen werden“, sagte Wladimir Markin, Sprecher des russischen Ermittlungskomitees, am Donnerstag RIA Novosti. Seine Behörde ermittle bereits wegen Piraterie.

Ein Untersuchungsführer ist an Bord der „Moscow University“ bereits im Einsatz, so Markin. Er bestätigte, dass zehn Piraten bei der Befreiungsaktion festgenommen worden seien. Ein Seeräuber sei im Gefecht getötet worden.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew ordnete am Nachmittag an, die an der Befreiungsaktion beteiligten Marinekräfte auszuzeichnen. „Gut gemacht!“, lobte Medwedew bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Bei der Erstürmung des gekaperten Tankers in der Nacht zum Donnerstag waren keine Geiseln verletzt worden.

Piraten hatten den Öltanker „Moscow University“ mit 23 russischen Seeleuten an Bord am Mittwochmorgen nahe der zum Jemen gehörenden Inselgruppe Sokotra im westlichen Teil des Indischen Ozeans gekapert. Russland schickte das U-Boot-Jagdschiff „Marschall Schaposchnikow“ zur Hilfe.

Fotostrecke: Piraten-Alarm auf russischem Atomkreuzer

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