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Sicherheit und Militär

„Wostok 2010": Russland beendet größtes Manöver seit Sowjetzeiten - „Wremja Nowostej"

Thema: Großmanöver „Ost-2010“

12:53 09/07/2010

MOSKAU, 09. Juli (RIA Novosti). Russland hat das größte Manöver seit Sowjetzeiten beendet, schreibt die Zeitung „Wremja Nowostej" am Freitag.

Der russische Generalstabchef Nikolai Makarow sprach am Donnerstag bei einer Stabssitzung des Militärbezirks Fernost über die Ergebnisse der „Wostok 2010"-Übungen.

Russland hatte bislang noch nie eine so groß angelegte Militärübung durchgeführt. Das Manöver startete am 29. Juni in Sibirien und Fernost. Am Manöver nahmen die Schiffe der Pazifik-, Nord- und Schwarzmeerflotten sowie die Einheiten der Luftstreitkräfte teil. Zudem waren Einsatzgruppen und Einheiten des russischen Innenministeriums, Sicherheitsdienstes, Schutzdienstes, Zivilschutzministeriums und des Strafvollzugsdienstes beteiligt.

Laut dem russischen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow ist das Manöver „Wostok 2010" die zweite Phase der Übungen, die im vergangenen Jahr im Nordkaukasus („Kaukasus 2009"), im Nordwesten Russlands („Ladoga 2009") und in Weißrussland („Westen 2009") durchgeführt worden waren. Im kommenden Jahr findet die letzte Phase der dreijährigen Übungen statt, an der alle Teilstreitkräfte und Waffengattungen teilnehmen werden.

Beim Manöver sollte die neue Organisationsstruktur der Streitkräfte geprüft werden. Zudem wurde gestestet, ob die operativ-strategischen Kommandos als Ersatz für die Militärbezirke die teilstreitkräfteübergreifende Gruppierungen führen und die neu gebildeten Brigaden ihre Aufgaben lösen können (dabei muss berücksichtigt werden, dass der Grundwehrdienst ein Jahr dauert). Zudem wurde das gemeinsame System der materiell-technischen Versorgung geprüft.

Russische Panzergrenadiere üben Großeinsatz. Fotoreihen

An den Übungen nahmen rund 20.000 Militärs, 2500 Kampfeinheiten, 70 Flugzeuge und 30 Schiffe teil. Das Großmanöver wurde auf den 18 Übungsplätzen in zwei Militärbezirken und in der Pazifikflotte durchgeführt.

Laut dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew kann man dank diesen Manövern die Bereitschaft Russlands zur Verbesserung der Sicherheitsstrukturen und der nationalen Sicherheit einschätzen. Die endgültigen Ergebnisse des Manövers werden zeigen, inwieweit die Entscheidungen über die Komplettierung und die materiell-technische Ausrüstung der Streitkräfte richtig gewesen waren. Zudem könnte man die Bereitschaft zur Stärkung der Sicherheit Russlands prüfen.

Pazifikflotte übt Seelandung. Fotoreihen

Makarow lobte die Handlungen der Truppen. Das Wichtigste sei, dass die neu gebildeten Brigaden in einer realistischen Umgebung geprüft worden seien. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass die Wehrpflichtigen erst vor einem oder zwei Monaten einberufen worden seien.

Trotz der großen Bedeutung des Manövers, auf die das Verteidigungsministerium großen Wert legt, waren nur zwei ausländische Militärdelegationen anwesend - die Vertreter der Verteidigungsministerien Chinas und der Ukraine, die von den stellvertretenden Generalstabchefs geleitet wurden. Das wird die russische Staatsführung jedoch kaum verwirren. 

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