Sicherheit und Militär
Moskau: Manipulationen mit Kernbrennstoff für Irans AKW unmöglich
Thema: Atomstreit mit Iran

Atomkraftwerk Bushehr
© RIA Novosti. Andrey ReznichenkoMOSKAU, 20. August (RIA Novosti).
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Russland, das am Samstag Irans erstes Atomkraftwerk Bushehr mit Kernbrennstoff bestückt und mit seinem Hochfahren beginnt, schließt jede Manipulation mit den abgenutzten Brennelementen völlig aus.
Russland stelle den Kernbrennstoff für das AKW Bushehr während seiner ganzen Betriebszeit unter dem Vorbehalt der Rücklieferung zur Verfügung, teilte das russische Außenministerium am Freutag mit.
Der Betrieb des Kraftwerks ebenso wie die Hin- und Rücklieferung von Brennstoff würden völlig unter Kontrolle der Internationale Atomenergiebehörde IAEA stehen, was Manipulationen mit den abgebrannten Kernbrennstäben unmöglich mache, hieß es.
Das Regime der atomaren Non-Proliferation werde beim AKW-Projekt Bushehr strikt eingehalten. Dieses Projekt zeige, wie der Iran aus der Kooperation mit der Weltgemeinschaft profitieren könne, wenn er jeden Zweifel am friedlichen Charakter seines Atomprogramms ausräume.
Der Bau des AKW in Bushehr war noch 1975 vom deutschen Unternehmen begonnen worden, die sich aber nach der Revolution im Iran, dem Islamisten-Überfall auf die US-Botschaft in Teheran und dem von den USA verhängten High-Tech-Embargo aus dem Mullah-Staat zurückzogen.
Im Januar 1995 haben Russland und die iranische Atomenergie-Organisation einen Vertrag im Wert von einer Milliarde US-Dollar über die Fertigstellung des ersten Atomreaktors unterzeichnet. Russland verpflichtete sich, einen Reaktor vom Typ WWER-100 und Kernbrennstäbe zu liefern sowie iranische Fachleute auszubilden. Die Bauarbeiten sollten am 8. Juli 1999 abgeschlossen werden, aber die Inbetriebnahme des AKW wurde mehrmals verschoben.
Im Dezember 2007 lieferte Russland die ersten Kernbrennstäbe an den Iran. Obwohl die Bauarbeiten und die Kernbrennstoff-Lieferung von der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) kontrolliert werden, stößt die russisch-iranische Atomkooperation bei westlichen Staaten auf Kritik. Diese verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms Atombomben bauen zu wollen. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück.

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