
Mit einem am Freitag unterzeichneten Militärabkommen hat Armenien nicht nur der längeren Präsenz der russischen Militärbasis in Gjumri zugestimmt, sondern auch deren geographischen Wirkungsbereich über die Grenzen der ehemaligen Sowjetunion hinaus erweitert.
Das sagte der armenische Präsident Sersch Sargsjan am Freitag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew. Laut Sargsjan verpflichtete sich Russland zudem, Armenien bei der Gewährleistung der militärischen Sicherheit zu helfen und die armenische Armee mit modernen Waffen auszustatten.
Die Verteidigungsminister beider Staaten hatten am Freitag ein Zusatzprotokoll zu dem 1995 unterzeichneten Vertrag über die russische Militärpräsenz signiert. Demnach wird der Aufenthalt der russischen Militärs bis 2044 verlängert. Die Klausel, dass die Basis nur innerhalb der Grenzen der früheren Sowjetunion operieren darf, wurde entfernt.
Der russische Stützpunkt in Gjumri ist Teil der Vereinigten Luftabwehr der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Derzeit befinden sich dort rund 5000 Soldaten, ein Flugabwehrsystem S-300 und mehrere MiG-29-Jäger.