Sicherheit und Militär
Ankara: Schiff mit "gefährlicher Ladung" aus Russland im syrischen Tartus eingelaufen

Ankara: Schiff mit "gefährlicher Ladung" aus Russland im syrischen Tartus eingelaufen
© RIA Novosti. Grigori SisoewMOSKAU, 12. Januar (RIA Novosti).
Ein Schiff mit "gefährlicher Ladung" aus Russland ist im syrischen Hafen Tartus eingelaufen.
Das teilte der amtliche Sprecher des türkischen Außenministeriums, Selcuk Unal, am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur AP mit. Das unter der Flagge von Saint Vincent und den Grenadinen fahrende Schiff hatte am 9. Januar den Hafen von St. Petersburg verlassen und war am 10. Januar im zyprischen Limassol gestoppt worden, wo es einen starken Sturm abwarten wollte. Zyprischen Medien zufolge befanden sich an Bord etwa 60 Tonnen diverse Rüstungen und Munition für Syrien.
Der zyprische Küstenschutz und der Zoll inspizierten das Schiff. Die Ladung erwies sich als legal, alle Frachtpapiere waren in Ordnung. Daraufhin genehmigten die zyprischen Behörden das Nachtanken und das Auslaufen des Frachters aus Limassol. Nach Angaben von Vertretern des Reeders Westberg Ltd. (St. Petersburg) wurde die Ladung vom russischen Rüstungsexporteur Rosoboronexport versandt, der bislang jeglichen Kommentar zum Thema verweigerte.
Russische Medien hatten zuvor berichtet, dass Moskau im Syrien-Konflikt mit der Anwesenheit der Kriegsschiffe in der Region und mit Waffenlieferungen an Damaskus eine Drohkulisse gegenüber der NATO aufbauen will. Russland lehnt einen Regimewechsel in Syrien nach "libyschem Vorbild" trotz des blutigen Vorgehens der Machthaber gegen die Opposition in dem arabischen Land ab. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad gilt als ein wichtiger Waffenkunde Moskaus. Im Hafen von Tartus unterhält die russische Marine ihren einzigen Seestützpunkt im Mittelmeerraum.

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Russische Kriegsschiffe im syrischen Hafen Tartus eingelaufen (Zusammenfassung)

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