Sicherheit und Militär
IAEO weist Teherans Vorwürfe zum Mordanschlag auf Kernphysiker Roshan zurück
Thema: Atomstreit mit Iran
MOSKAU, 20. Januar (RIA Novosti).
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) hat Anschuldigungen Teherans zurückgewiesen, wonach der iranische Kernphysiker Ahmadi Roshan wegen eines Datenlecks bei der IAEO ums Leben gekommen war.
Das teilte IAEO-Sprecherin Gill Tudor am Freitag nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mit. Roshan (32), Dozent an der Polytechnischen Universität von Teheran, war am 11. Januar bei der Explosion einer Bombe an seinem Wagen getötet worden. Nach Polizeiangaben hatte ein Motorradfahrer eine Haftmine an Roshans Auto angebracht. Der Physiker war stellvertretender Direktor für Kommerzfragen im Atomobjekt Natanz.
Nach Worten des iranischen UN-Vizebotschafters Eshagh Al Habib hätten die Terroristen Geheimdaten nutzen können, die sie von UN-Agenturen möglicherweise erhielten. Dazu zählte der Botschafter die Sanktionsliste des Weltsicherheitsrates und Aufzeichnungen von Gesprächen zwischen IAEO-Mitarbeitern und iranischen Wissenschaftlern. „Kurz vor seinem Tod war Roshan mit IAEO-Inspektoren zusammengetroffen“, sagte Habib. „Dieser Umstand lässt darauf schließen, dass UN-Agenturen beim Durchsickern von Informationen über die iranischen Atomanlagen und den Forscher eine Rolle gespielt haben könnten".
Der Anschlag auf Roshan war nicht das erste Attentat auf iranische Atomforscher. Im Januar 2010 war Massud Ali Mohammadi, Professor an der Teheraner Universität, bei einem Bombenanschlag getötet worden. Medienberichten zufolge befasste sich Mohammadi mit Atomenergie. Dabei wurde er von einigen Nachrichtenagenturen als einer der führenden Kernphysiker des Landes bezeichnet. Im November 2010 starb bei der Explosion einer Bombe in Teheran der Kernphysiker Majid Shahriani.

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Iranischer Botschafter in Moskau verurteilt Attentat auf Atomphysiker

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