Sicherheit und Militär
Putin: US-Kernphysiker halfen Sowjetunion bei Bau von Atombombe

Wladimir Putin
© RIA Novosti. Aleksej DruzhininALABINO, 22. Februar (RIA Novosti).
Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat die Rolle von US-Kernphysikern bei der Entwicklung der Atombombe in der Sowjetunion und bei der Beendigung des Monopols der USA auf die zerstörerischsten Waffen in der Geschichte der Menschheit gewürdigt.
Bei einem Treffen mit Vertretern der Führungen von Brigaden und Divisionen der russischen Armee in Alabino bei Moskau erinnerte Putin am Mittwoch an einige Teilnehmer des US-Atomprogramms, das als Manhattan-Projekt bekannt ist. Sie hätten die Gefahr bereits damals erkannt und ganz bewusst die Kooperation mit der Sowjetunion aufgenommen, sagte der Premier. "Sie wissen Bescheid, dass Moskau einen beachtlichen Teil der Geheimdaten dank dem Engagement der Auslandsaufklärung erhalten hatte, als die USA die Atombombe bereits hatten und die Sowjetunion erst Entwicklungsarbeiten führte. Informationen wurden nicht auf Mikrofilmen, sondern buchstäblich kofferweise in die Sowjetunion geschleppt."
"US-Wissenschaftler hätten uns bewusst mit Daten zur Atombombe versorgt, weil diese Waffe bereits in Hiroshima und Nagasaki eingesetzt wurde, und sich die intellektuelle Elite darüber im klaren war, welche Folgen ein einseitiger Besitz der Atombombe haben kann." Dabei zweifelte Putin nicht daran, dass das sowjetische Forscherteam mit Igor Kurtschatow an der Spitze die Atombombe auch selber hätte entwickeln können. "Aber das hätte mehr Zeit in Anspruch genommen und wäre erheblich teurer gewesen", sagte der Premier.

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Russland-USA: Atombombe oder Abrüstung

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