Sicherheit und Militär
Moskau lehnt Verlängerung von Vertrag mit USA über Vernichtung von Kampfstoffen ab

Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch
© RIA Novosti. Alexei KudenkoMOSKAU, 10. Oktober (RIA Novosti).
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Der Vorschlag der USA, das sogenannte Nunn-Lugar-Programm zur Vernichtung von Kampfstoffen zu verlängern, entspricht nicht der Vorstellung Moskaus davon, wie die Kooperation in dieser Sphäre aufgebaut werden sollte.
Das erklärte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, am Mittwoch in Moskau. Russland sei der Ansicht, dass für ein derartiges Zusammenwirken "ein modernerer rechtlicher Rahmen" erforderlich sei, sagte der Diplomat, ohne auf Details einzugehen. Zuvor hatten die USA Russland angeboten, das im Juni 2013 ablaufende Abkommen von 1992 zu verlängern.
Im Rahmen des mit US-Geldern finanzierten Nunn-Lugar-Programms wurden in Russland seit 1991 veraltete chemische, biologische und nukleare Waffen samt Munition entsorgt. 1999 und 2006 wurde dieses Programm bereits verlängert. Das Pentagon will das Programm erneut prolongieren. Moskau hat sich offenbar jedoch für einen neuen Kurs bei der Zusammenarbeit mit Washington entschieden. Vor kurzem musste die US-Hilfsorganisation USAID ihre Arbeit in Russland einstellen.

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