Soziales
Russen haben keine Angst vor der Krise - „Iswestija“

Russen haben keine Angst vor der Krise - „Iswestija“
© RIA Novosti. Maxim BogodwidMOSKAU, 30. Dezember (RIA Novosti).
Die meisten Russen planen in den Neujahrsferien Besuche bei Freunden und Familie, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Freitag.
Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungszentrums WZIOM vom 24. und 25. Dezember.
Die Bevorzugung dieser Form der Feriengestaltung ist in Russland in den vergangenen fünf Jahren zu erkennen. In diesem Jahr hatten 44 Prozent diese Antwort gegeben (2009 waren es 52 Prozent).
26 Prozent der Befragten planen lange Spaziergänge gehen. Weitere 16 Prozent werden mit ihren Kindern Neujahrsvorstellungen besuchen oder ins Kino gehen (2009 waren es neun Prozent). 15 Prozent der Russen bevorzugen sportliche Aktivitäten – Eislaufen, Ski laufen und rodeln (2009 – 14 Prozent).
Elf Prozent der Befragten müssen in den Ferien arbeiten. Ebenfalls elf Prozent wollen aufs Lande fahren. Acht Prozent der Russen wollen ins Restaurant oder die Disko gehen (2009 waren neun Prozent). Nur ein Prozent will die Festtage in einem Ferienheim in Russland verbringen (2009 ebenfalls ein Prozent). Zwei Prozent fahren ins Ausland (2009 ebenfalls zwei Prozent). 23 Prozent der Russen werden die gesamten Ferientage zu Hause verbringen. Für „eine andere“ Form der Feriengestaltung entschieden sich drei Prozent. Zwei Prozent gaben keine Antwort.
Laut WZIOM-Chef Valeri Fjodorow hängt der Unterschied zwischen diesjährigen Angaben und den Ergebnissen der vergangenen Jahre damit zusammen, dass weniger Menschen die Ferien zu Hause verbringen wollen. Sie gehen lieber in Restaurants, ins Kino oder woandershin, sagte Fjodorow.
Fjodorow zufolge wird dadurch die Meinung widerlegt, dass sich die Menschen auf eine Wirtschaftskrise gefasst machen und Geld sparen wollen.
Die Menschen sind aktiv, was unter anderem bei Kundgebungen in Moskau zu erkennen gewesen sei. Es handele sich um eine Art „Protest-Tainment“, ein Weg, die Zeit angenehm zu verbringen. Das könne sich nicht nur bei politischen Protesten zeigen, betonte Fjodorow.
Zudem seien die Ausgaben der Russen für die Ferien höher geworden. Eine drohende Krise werde vielleicht als „unterschwelliger Brand“ wahrgenommen. Dass die Menschen bereit seien, mehr Geld auszugeben, zeigt, dass sie sich keine großen Sorgen machen, sagte Fjodorow.

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Ex-Finanzminister Kudrin: Russlands Wirtschaft begegnet neuer Krise geschwächt

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