Panorama
Wilderei in Primorje: Polizei stellt Tigerfelle und Bärenpfoten sicher
Das erfuhr RIA Novosti von der Fernöstlichen Vertretung der russischen Umweltstiftung WWF.
„Im Rayon Chorol hat die Verkehrspolizei bei einer Autokontrolle drei Tigerfelle, 283 Bärenpfoten, 531 Hörner von Saiga-Antilopen, acht gehäutete Pfoten, fünf Beutel mit Knochen und zwei Schädel, die vermutlich von Tigern stammen, sichergestellt“, sagte der Gesprächsparnter der Nachrichtenagentur.
Ihm zufolge sei der Natur dadurch immenser Schaden zugefügt worden. Alle getöteten Tiere seien vom russischen und vom internationalen Gesetz geschützt gewesen. „Der Amurtiger und die Saiga-Antilope sind in die Beilage 1 zu CITES (Konvention über den internationalen Handel mit vom Aussterben bedrohten wilden Tier- und Pflanzenarten) aufgenommen worden. Der Himalaya-Bär ist in der Beilage 1 und der Braunbär in der Beilage 2 zu CITES erwähnt. Das Töten und Sammeln, der Kauf, der Verkauf, der Transport und die Ausfuhr dieser Tierarten aus Russland sind verboten“, hieß es bei der WWF-Filiale.
Bärenpfoten gelten in der chinesischen Küche als Delikatesse und sind in Nobelrestaurants sehr gefragt. Darüber hinaus dienen sie neben Hörnern und Knochen anderer Tiere als Rohstoff zur Herstellung von Arzneimitteln der traditionellen orientalischen Medizin. Auch Tigerfelle erfreuen sich auf dem Schwarzmarkt besonderer Nachfrage und werden für Zehntausende US-Dollar je Stück verkauft.

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