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Umfrage: Die meisten Russen sehen sich nicht als Europäer

21:55 16/02/2007

MOSKAU, 16. Februar (RIA Novosti). Die meisten Russen (71 Prozent) sehen sich nicht als Europäer und 65 Prozent können den Begriff Demokratie kaum definieren.

So lauten die Ergebnisse einer Umfrage darüber, wie die Russen die europäischen Werte auffassen. Die Umfrage wurde vom Russland-EU-Zentrum und dem Lewada-Zentrum durchgeführt.

Bei der Umfrage wurden 1600 Einwohner Russlands befragt.

Fast die Hälfte der Befragten sind sich sicher, dass die EU eine Bedrohung für die finanzielle und industrielle Unabhängigkeit des Landes darstellt. Ein Drittel der Befragten sehen Europa als Nachbarn und Partner, mit dem Russland langzeitige Beziehungen ausbauen und entfalten muss.

Fast die Hälfte der Befragten glauben, dass Russland viel Nützliches von der westlichen Demokratie und Kultur entleihen kann. Etwa 30 Prozent sind der Meinung, dass die westliche Demokratie für Russland nicht taugt, und 27 Prozent glauben, dass es so etwas in Russland nie gab. 30 Prozent der Befragten bezeichneten das heutige Russland als demokratisches Land.

Ein Drittel der Befragten sagten, dass das sowjetische System besser war, und nur ein Viertel der Befragten halten das demokratische System für gerecht. Etwa 25 Prozent der Befragten sind mit dem existierenden System zufrieden.

Die überwältigende Mehrheit der Russen (82 Prozent) spüren keine Verantwortung dafür, was im Lande geschieht. Noch mehr, 94 Prozent, glauben, dass sie wenig oder gar keinen Einfluss darauf ausüben, was in Russland geschieht.

Das Russland-EU-Zentrum ist eine unabhängige öffentliche Organisation, die über Experten und Informationen für alle verfügt, die sich für die Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und Russland interessieren.

Das Lewada-Zentrum ist eine unabhängige politische Organisation, die die verschiedensten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Studien aufgrund von Meinungsumfragen durchführt.

Die Ergebnisse der Studie sind bereits in Brüssel, München und Stockholm präsentiert worden. Das Russland-EU-Zentrum will die Ergebnisse auch in Paris und Warschau vorlegen.

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