RIA Novosti

Frankreich: Präsidentschaftskandidat José Bové für Freigabe von Marihuana

19:24 09/04/2007

PARIS, 09. April, (RIA Novosti). Der Chef der französischen Antiglobalisten José Bové, der für die Präsidentenwahlen in seinem Land kandidiert, will die Strafverfolgung für den Konsum von Marihuana aufheben.

„Diese Art der strafrechtlichen Bestrafung muss aufgehoben werden“, sagte er in Fernsehdebatten. Es sei allseits sehr wohl bekannt, dass Marihuana gekifft wurde, gekifft wird und auch weiter gekifft werden wird.

Er bezeichnete den Konsum der Droge als eine Alltagsangelegenheit, so wie auch ein Gläschen. Dabei bestritt er, selbst Marihuana geraucht zu haben. „Ich rauche Tabak. Das ist wohl eine Frage der Generation“, sagte der passionierte Pfeifenraucher.

Das französische Recht unterscheidet nicht zwischen harten und weichen Drogen, so dass das Rauchen von Marihuana eine Straftat ist. Sie wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und einer Geldbuße von 3750 Euro geahndet.

In der Praxis wird jedoch von einer Strafverfolgung meistens abgesehen, so dass verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Strafverfolgung überhaupt außer Kraft setzen wollen.

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