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UN-Weltbevölkerungsbericht: Menschen zieht es in die Städte

14:09 28/06/2007
NEW YORK, 28. JUNI, (RIA Novosti). Schon im nächsten Jahr wird laut Prognosen der UN-Experten mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung in den Städten leben.

Aus dem am Mittwoch am Sitz der UNO veröffentlichten Weltbevölkerungsbericht geht hervor, dass dieser historische Einschnitt in der Urbanisation aber keinesfalls eine gleichberechtigte Teilhabe der Menschen an den Vorzügen städtischer Zivilisation bedeutet. Mehr als eine Milliarde lebt in Slums, häufig ohne Kanalisation und Trinkwasser.

Am stärksten entwickelt sich die Stadtbevölkerung im aufwärtsstrebenden Afrika. In den ersten drei Jahrzehnten dieses Jahrtausends wird sich die Stadtbevölkerung dort auf das Zweieinhalbfache vergrößern. Etwas geringer wird das Wachstumstempo in Asien und Lateinamerika ausfallen.

"Die meisten neuen Städter werden minderbemittelt sein", lautet die Warnung der Verfasser des Berichts. Sie erinnern in diesem Zusammenhang daran, dass die Armut in den Städten stärker als in ländlichen Gegenden zunimmt.

Weiter wird festgestellt, dass die Städte mit einer Bevölkerung über 10 Millionen Menschen noch schneller wachsen, als in den 80er Jahren vorausgesagt. Die Städter, und zwar genau die Hälfte, drängen sich unterdessen jedoch vor allem in Ballungsgebieten mit einer Bevölkerung von bis zu 500 000 Einwohnern.

Die Ausdehnung der Städte, so wird im Bericht vermerkt, explodiert noch schneller als die Einwohnerzahl. Bis 2030 werden sie in den Entwicklungsländer eine dreimal so große Fläche als heute einnehmen. In den entwickelten Ländern werden sie auf das Zweieinhalbfache anwachsen.

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