Panorama
Neue Todesfälle bei grassierender Cholera-Epidemie im Irak
Wie die irakische Regierungszeitung „Al-Sabah“ schreibt, sind am Dienstag weitere drei Menschen an dieser Krankheit gestorben.
Letalfälle wurden in Bagdad, Kirkuk und im Zentrum der Provinz Diyala, der Stadt Baakuba, registriert. Die Seuche hat landesweit insgesamt 13 Opfer gefordert.
Die Epidemie, die in drei nördlichen Provinzen - Suleymaniah, Erbil und Kirkuk - ausgebrochen war, hat sich über die Provinzen Diyala, Bagdad und Basra ausgebreitet.
Nach Angaben des irakischen Gesundheitsministeriums gibt es jetzt nahezu 1500 Cholerakranke. Verdachtsfälle gehen in die Tausende.
Die irakischen Behörden sind besonders über die Situation in der Provinz Diyala besorgt. Die durch die Aktivitäten bewaffneter Gruppen ausgelöste Gewalt hat dazu geführt, dass die Mehrheit der medizinischen Einrichtungen der Provinz geschlossen ist. Indes wurden laut Mitteilung allein in der Stadt Balad-Ruz der Provinz an nur einem Tag zehn neue Cholerafälle registriert.
Um eine mögliche Katastrophe zu verhindern, sind in größeren Städten der Provinz Diyala Zentren zur Cholerabekämpfung eröffnet worden.
Nach Auffassung der Ärzte sei Wasserverschmutzung eine der wahrscheinlichsten Ursachen der Choleraausbreitung. Es liegen jedoch keine genauen Indizien zur Ursache des Choleraausbruchs vor.
Cholera ist eine schwere Seuchenkrankheit, die mit Erbrechen und Durchfall einher geht, den Körper entwässert und zum Tod führen kann.
Cholera-Ausbrüche werden größtenteils durch Verzehr von minderwertigem Trinkwasser verursacht. Nach Angaben der UN-Mission im Irak haben nur 30 Prozent der Iraker Zugang zu gutem Trinkwasser.
Die Wasserversorgung im Irak war nach der Invasion der US-Armee zerstört worden, weswegen die Gefahr verschiedener Epidemien ständig zunimmt.

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