Panorama
Ermittlungen gegen UCK-Verbrecher nach Del-Ponte-Buch gefordert
In ihrem Anfang April veröffentlichten Buch bezichtigt Carla Del Ponte, heute Botschafterin der Schweiz in Argentinien, die albanische "Kosovo-Befreiungsarmee" UCK des Handels mit Organen getöteter Serben. Die UCK soll 1999 serbische Einwohner des Kosovo für die Organentnahme entführt haben. Die entnommenen Organe seien auf dem "schwarzen Markt" verkauft worden, heißt es im Buch.
Diese schweren Vorwürfe müssten untersucht werden, kommentierte Marty, Chef des Anti-Terror-Ausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE), den am Montag von Russland eingebrachten Resolutionsentwurf mit der Forderung nach einer Ermittlung der von Del Ponte beschriebenen Verbrechen. Er stelle sich vorerst nicht ganz klar vor, wie die Ermittlung aussehen solle, sagte Marty. Doch sie müsse unbedingt geführt werden.
Das russische Außenministerium hatte bereits am 9. April beim Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag nach zusätzlichen Informationen zu den von Del Ponte beschriebenen Bluttaten angefragt.

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