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Schändung des Ehrenmals für sowjetische Soldaten in Wien trübt Kranzniederlegung

18:19 08/05/2008
WIEN, 08. Mai (RIA Novosti). Die Schändung des Denkmals für den sowjetischen Befreiersoldaten auf dem Schwarzenbergplatz im Stadtzentrum von Wien hat einen Schatten auf die feierliche Kranzniederlegung am Donnerstag geworfen.

Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag schwarze Farbe auf die Gedenktafel des Ehrenmals gegossen, auf dem die Namen von 52 sowjetischen Soldaten stehen, die im Kampf um die Befreiung Wiens gefallen waren.

Die russische Botschaft in Wien forderte vom österreichischen Innenministerium eine genaue Untersuchung dieses Zwischenfalls.

Gegenwärtig bereiten die diplomatischen Vertretungen Russlands und einer Reihe von Mitgliedsländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) eine gemeinsame Protestnote an das österreichische Außenministerium vor.

Beim Eintreffen der Delegation, die zuvor auf dem Wiener Zentralfriedhof an einer Kranzniederlegung teilgenommen hatte, war das Denkmal bereits gesäubert.

Auf dem Friedhof sind 2624 sowjetische Soldaten, darunter zwölf Helden der Sowjetunion, begraben. 995 Soldaten sind auf Friedhöfen in der Region beigesetzt.

An der Kranzniederlegung am Schwarzenbergplatz beteiligten sich unter anderem der russische Botschafter in Österreich, Stanislaw Ossadtschi, der ständige Vertreter bei den internationalen Organisationen in Wien, Alexander Smejewski, die Leiter der diplomatischen Vertretungen einer Reihe von Ländern des GUS-Raumes, in Österreich lebende Veteranen der Roten Armee sowie Vertreter der Wiener Behörden.

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