MOSKAU, 15. Mai (RIA Novosti). Acht Angeklagte, die im Sommer 2006 auf einem Moskauer Lebensmittelmarkt eine Bombe gezündet hatten, sind am Donnerstag zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Das teilte Staatsanwalt Alexej Tschumitschjow Journalisten in Moskau mit. "Auf Beschluss eines Geschworenengerichts werden vier der Täter den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen. Die anderen vier erhielten Haftstrafen zwischen zwei und 20 Jahren. Die Generalstaatsanwaltschaft ist mit dem Urteil zufrieden", sagte Tschumitschjow. Die Verteidigung will beim Obersten Gericht Berufung einlegen. Bei der Explosion der von den Tätern am 21. August 2006 auf dem Gelände des Tscherkisowo-Marktes in Moskau gelegten Bombe waren 14 Menschen ums Leben gekommen, größtenteils Verkäufer aus der Kaukasus-Region. Zudem war der Gruppe zur Last gelegt worden, weitere Bomben an öffentlichen Orten gezündet zu haben, darunter in einem Wohnheim eines Moskauer Betriebes, in der Redaktion der Zeitung "Russki Westnik", in einem moslemischen Betraum und in einem Café. Durch die Ermittlungen zum Anschlag auf dem Tscherkisowo-Markt konnte der Extremistengruppe "Spas" das Handwerk gelegt werden. Die chauvinistische Extremistengruppe, deren Anführer der 25-jährige Nikolai Koroljow war, tarnte sich als Militär- und Sportclub, der nirgends offiziell registriert war. |
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