Panorama
Geheimdienste fassen mutmaßlichen Nazi-Verbrecher in Indien
Wie die Zeitung "Indian Express" in ihrer Montagsausgabe berichtet, konnte der 88-jährige Johann Bach von deutschen Geheimdiensten im Zusammenwirken mit ihren indischen Kollegen mit Hilfe von Hinweisen von jüdischen Organisationen aufgespürt werden. Er steht im Verdacht, im Zweiten Weltkrieg hinter der Tötung von 12 000 Juden in einem Konzentrationslager in Berlin gestanden zu haben.
Bach soll vor fünf Monaten unter einem falschen Namen nach Indien gekommen sein. Die Fahnder kamen auf seine Spur, nachdem der ehemalige Nazi ein wertvolles Klavier aus dem 18. Jahrhundert zur Versteigerung angeboten hatte, das im Krieg aus einem Berliner Museum verschwunden war.
Der Festnahme war eine 36-stündige Verfolgung in indischen Wäldern zwischen den Bundesstaaten Goa und Karnataka vorausgegangen. Es stellte sich heraus, dass sich Bach in den vergangenen Jahrzehnten in Argentinien, Jemen, Bulgarien und Kanada versteckte.

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