Panorama
Drama um russisches Adoptivkind: Vater drohen 10 Jahre Haft - Lizenzentzug für Adoptionsvermittler
Wie Jeff Coulter von der Polizei der US-Stadt Herndon im US-Bundesstaat Virginia gegenüber RIA Novosti sagte, wird Miles Harrison vermutlich eines nicht vorsätzlichen Mordes angeklagt. Falls er nicht geständig sei, könne der Prozess Monate dauern.
Der 21-monatige Chase Harrison, der vor der Adoption in Russland Dmitri Jakowlew hieß, war am Dienstag ums Leben kommen. Der Adoptivvater hatte ihn aus unbekannten Gründen in seinem Wagen zurückgelassen und war zur Arbeit gegangen. Die Temperatur im Auto erreichte 54 Grad Celsius. Nach einiger Zeit wurde das Kind ohnmächtig. Als man den Jungen fand, konnte er nicht mehr gerettet werden.
Der Adoptivvater arbeitet nach RIA-Novosti-Informationen in einer gehobenen Position bei der Firma Project Solutions Group.
Eine Kommission mit dem russischen Bildungsminister Abdrej Fursenko an der Spitze hat unterdessen beschlossen, der Adoptionsagentur die Lizenz zu entziehen.
„Unter den Agenturen, denen die Arbeit in Russland verboten wird, ist auch die Vertretung, die die russische Seite wider geltender Gesetze nicht unverzüglich über den Tod eines Adoptivkindes informiert hatte“, teilte das Bildungsministerium am Freitag mit.
Die Adoption wurde von European Adoption Consultants Inc. vermittelt.

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