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Pinguin-Invasion an Brasiliens Stränden

15:15 | 29/ 07/ 2008

RIO DE JANEIRO, 29. Juli (RIA Novosti). An der Küste im Nordosten Brasiliens werden weiterhin Pinguine entdeckt. Das melden örtliche Medien.

Zuvor hatte der Kontrolldienst der Küstengewässer des Landes gemeldet, dass sich seit Jahresbeginn vermehrt Pinguine im Süden Brasiliens sowie in den Bundesstaaten Sao Paulo und Rio de Janeiro aufhalten würden.

In den vergangenen Tagen haben Urlauber Dutzende dieser in der Antarktis beheimateten Tiere in den Gewässern vor den nordöstlichen brasilianischen Bundesstaaten Bahia und Sergipe gesehen.

Biologen zufolge sind Pinguine erstmalig so weit in den Norden vorgedrungen.

Wissenschaftler erklären dieses Phänomen mit der globalen Erwärmung, die zu einem Schmelzen des Eises in der Antarktis und zu einer Verstärkung des Falklandstroms vor der Küste Südamerikas geführt hat, der auch die Pinguine bis an die brasilianischen Strände treibt.

Laut Angaben des brasilianischen Institutes für Umweltschutz hat die diesjährige Pinguin-Invasion zu einem illegalen Handel mit diesen Tieren geführt. Der Preis für ein Pinguinküken auf dem Schwarzmarkt belaufe sich auf bis zu 318 US-Dollar.

Experten empfehlen, sich an professionelle Hilfe zu wenden, sollte ein Pinguin entdeckt werden, da die Tiere, nachdem sie rund 5000 Kilometer in kalten Gewässern zurückgelegt haben, meist hungrig und in geschwächtem Zustand an den Strand gelangen.

Nachdem die Pinguine sich einige Wochen in Spezialgehegen im Zoo erholt haben, werden sie in ihren natürlichen Lebensraum zurückgebracht.



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