
RIGA, 05. August (RIA Novosti). Die lettische Suchgruppe „Legenda“ hat im Rigaer Landkreis Zepniekkalns die Überreste von rund 600 Soldaten entdeckt, die sich direkt unter einem Schulstadion befinden. Das sagte der Pressesprecher der Suchorganisation am Dienstag RIA Novosti.
Ihm zufolge wurden bislang etwa 168 Leichen exhumiert.
Er betonte, dass es sich dabei um deutsche Kriegsgefangenen handeln würde, die in einem Lazarett in einem Arbeitslager in den Jahren von 1944 bis 1949 gestorben seien. Der Suchtrupp sei im Besitz einer vollständigen Namensliste der Verstorbenen, weshalb alle Leichen identifiziert werden könnten.
Er teilte mit, dass unter den Soldaten auch Letten, Russen, Ukrainer, Franzosen und Belgier gewesen seien.
Die Grabungen werden mit Genehmigung der Rigaer Stadtverwaltung durchgeführt. Alle Überreste sollen zur Expertise nach Deutschland geschickt und danach umgebettet werden.