Panorama
Afrikanern gelingt Massenflucht nach Spanien
„Dutzende Einwanderer nutzten die Tatsache, dass die starken Regenfälle der vergangenen Tage den Boden aufgeweicht haben, wodurch die Grenzsperren zusammenstürzten. Die spanischen Gendarmen konnten die Menge nicht aufhalten“, berichtete der spanische Hörfunk.
Wie es heißt, stellen sich die Afrikaner, die im Gebiet um den spanisch-marokkanischen Grenzposten Beni Ensar das spanische Territorium betraten, der Polizei, da sie nun weder nach Marokko noch in ihre Heimat abgeschoben werden können.
Nach 40 Tagen, die sie in Sonderaufnahme verbringen werden, sollen sie freigelassen werden und erhalten die Möglichkeit, sich in Spanien niederzulassen, da die Gerichtsorgane in dieser kurzen Zeit keine Abschiebung beschließen können.
Außerdem würden viele Afrikaner, die sich der Polizei gestellt haben, ihren Namen und ihre Nationalität nicht nennen, was eine Abschiebung unmöglich mache.
In der Umgebung von Melilla auf dem Territorium Marokkos halten sich ständig hunderte Migranten auf, die aus verschiedenen afrikanischen Ländern kommen, um die Grenze nach Spanien zu passieren. Sie leben in Hütten auf dem unbebauten Gelände nahe der Stadt.
Melilla ist von Marokko durch zwei Stacheldrahtzäune von einer Höhe von sechs Metern abgetrennt. Im Herbst 2006 hatte eine große Gruppe von Afrikanern versucht, mit Leitern über diese Absperrungen zu steigen. Dabei kamen drei von ihnen ums Leben.

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