
MOSKAU, 04. Dezember (RIA Novosti). Die USA hatten eine umfassende Werbekampagne organisiert, um den Eindruck einer hohen Aktivität der Wähler bei den jüngsten Präsidentenwahlen zu erwecken.
In Wirklichkeit haben jedoch nur 21 Prozent der Wahlberechtigten die Wahllokale bei der jüngsten Präsidentenwahl besucht.
Das sagte der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission Russlands, Wladimir Tschurow, in der Staatsduma (Unterhaus des Parlaments) bei einem Rundtischgespräch.
"Bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen in den USA waren enorme Mittel für die Werbung verausgabt worden, um zu zeigen, dass die politische Aktivität der Amerikaner bei diesen Wahlen sehr hoch ist", erklärte Tschurow.
Ihm zufolge berichteten Massenmedien über große Schlangen vor den Wahllokalen.
Nach Worten des ZIK-Vorsitzenden waren nur ungefähr 70 Prozent aller Wähler, das heißt etwa 175 von mehr als 200 Millionen US-Bürger, die das Stimmrecht haben, in die Wählerlisten aufgenommen worden.
"Von diesen 70 Prozent stimmten nur 60 Prozent. Das machte 42 Prozent aller Wähler aus. Von diesen 42 Prozent stimmte die Hälfte vorfristig. Somit betrug die Beteiligung am Wahltag 21 Prozent", sagte Tschurow.
Er hob hervor, dass die durchschnittliche Beteiligung der Wähler in Europa bei 60 Prozent liege. Bei den jüngsten Wahlen zum Beispiel in Belgien habe die durchschnittliche Beteiligung 91 Prozent betragen, was im Grunde genommen eine niedrige Kennziffer für dieses Land sei. Denn in Belgien werde für die Nichtbeteiligung strafrechtlich belangt.