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Schuh-Attacke auf Bush bei Irak-Besuch - Bushs Sprecherin verletzt

10:52 15/12/2008
WASHINGTON, 15. Dezember (RIA Novosti). Als "lustig" hat US-Präsident George W. Bush den ungewöhnlichen Vorfall bezeichnet, als ein irakischer Journalist ihn bei einer Pressekonferenz in Bagdad mit Schuhen beworfen hatte.

"Während meiner Präsidentschaft habe ich zwar zahlreiche merkwürdige Dinge erlebt, dieser Vorfall kann aber als einer der merkwürdigsten gelten", sagte Bush in einem Interview mit dem Fernsehsender.

Nach seiner Ansicht hatte der irakische Journalist mit seiner Tat die anderen anwesenden irakischen Journalisten "in eine unangenehme Situation versetzt".

"Sie meinten, dass er damit alle Journalisten Schande angetan hat, ich denke aber, offen gesagt, so nicht. Dies war eher interessant. Ich dachte mir, wie ungewöhnlich das ist, wenn ein Mensch dich mit seinem Schuh bewirft, und fühle mich dadurch nicht beleidigt." Dieser Vorfall sei ein "Zeichen der freien Gesellschaft", fügte der scheidende US-Präsident hinzu.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag auf Bushs Pressekonferenz in Anwesenheit des irakischen Premiers Nuri Al-Maliki.

Der Journalist, der mit seinen Schuhen nach dem US-Präsidenten geworfen hatte, sagte während seiner Tat: "Das ist ein Geschenk von den Irakern. Ein Abschiedskuss, du Hund."

Dann fuhr er fort: "Das ist von den Witwen, von den Waisenkindern und allen, die im Irak ermordet wurden."

Laut einem offiziellen Bericht des Weißen Hauses war der Journalist etwa vier Meter vom US-Präsidenten entfernt.

Im arabischen Osten bedeutet das Werfen von Schuhen nach einem Menschen eine überaus große Beleidigung wie auch der Vergleich mit einem Hund. Nach Angaben von US-amerikanischer Medien handelt es sich bei dem Journalisten um Muntadhar al Zaidi, dem Irak-Korrespondenten des ägyptischen Fernsehsenders Al Baghdadia.

Unmittelbar nach seiner Tat wurde der Reporter von amerikanischen und irakischen Sicherheitsbeamten auf den Boden geworfen und anschließend aus dem Raum abgeführt.

CNN verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Al Zaidi im November 2007 in Bagdad entführt und drei Tage später freigelassen wurde.

Wie die Videoaufnahme des Vorfalls zeigt, konnte Bush den aus kurzer Distanz geworfenen Schuhen ausweichen können.

Ferner wurde berichtet, dass die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, bei dem Wirbel im Konferenzraum von einem Mikrofon am Gesicht leicht verletzt wurde.

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