RIA Novosti

Alarm in Mexiko: Mutierter Grippevirus soll schlimmer als HIV sein

11:22 15/05/2009

Nach der Feststellung mutierter AH1N1-Viren in Mexiko steigt die Gefahr neuer Grippewellen.

MEXIKO-STADT, 15. Mai (RIA Novosti). Nach der Feststellung mutierter AH1N1-Viren in Mexiko steigt die Gefahr neuer Grippewellen.

Wie Miguel Angel Lezana, Direktor des mexikanischen Zentrums für Epidemiologie und Krankheitskontrolle, am Freitag mitteilte, sind Mutierungen auch "von Kollegen in den USA und Kanada registriert worden". Er schloss auch nicht aus, dass der neue Virus aggressiver sein kann als AH1N1.

"Wir machen gerade eine Reihe von Biotests durch, die uns eine abgeschlossene Kette des Virusgens hergeben sollen, womit unsere Annahmen bestätigt bzw. widerlegt werden", hieß es.

Mexikos Gesundheitsminister Jose Cordova sagte indes, die Mutierung des Grippenvirus AH1N1 sei schlimmer als HIV.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte am Mittwoch, ihre Wissenschaftler werden nächste Woche die Hypothese des australischen Virologen Adrian Gibbs untersuchen werden, der sagte, dass AH1N1 vom Menschen erzeugt wurde. Nach seiner Ansicht zeugen die genetischen Eigenschaften von AH1N1 davon, dass dieser Virus in einem Forschungslabor erzeugt wurde.

Das US-Zentrum für Kontrolle und Prophylaxe von Krankheiten in Atlanta erklärte unterdessen, dass es "nach dem heutigen Stand keine überzeugenden Beweise gibt, die diese Hypothese bestätigen würden".

Laut den jüngsten Angaben wurden in Mexiko 2 656 AH1N1-Fälle registriert. 64 Menschen starben an der Grippe.

© 2010 RIA Novosti