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China: Ausgangssperre nach Gewaltausbruch in Uiguren-Region aufgehoben

12:29 08/07/2009
PEKING, 08. Juli (RIA Novosti). Nach den blutigen Krawallen vom vergangenen Sonntag hat sich die Lage in Ürümqi, Hauptstadt der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang stabilisiert: Am Mittwochmorgen wurde das Ausgangsverbot aufgehoben.

Das teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung RIA Novosti telefonisch mit.

Am Sonntagabend waren Tausende Uiguren wegen des Tods zweier Fabrikarbeiter aus Protest auf die Straße gegangen. Die anfangs friedliche Demonstration schlug in Gewalt um. Dabei kamen 156 Menschen ums Leben, weitere 1000 wurden verletzt. Nach den Unruhen nahm die chinesische Polizei etwa 1400 Personen fest, die der Teilnahme an den Randalen verdächtigt werden.

Die Unruhen dauerten in der Stadt auch am Dienstag an. Einzelne Aktionen fanden auch in anderen Regionen des Autonomen Gebiets der Uiguren statt. In der Nacht zum Mittwoch wurde über Ürümqi eine Ausgangssperre verhängt.

Die örtlichen Behörden bezichtigen den nichtstaatlichen "Weltkongress der Uiguren", die Unruhen organisiert zu haben.

Der "Weltkongress der Uiguren", dessen Hauptquartier sich in Deutschland befindet, gibt sich als eine nichtstaatliche Organisation aus, die die Interessen der Uiguren in verschiedenen Länder vertritt.

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