ROSTOW AM DON, 17. August (RIA Novosti). Die Situation nach dem Terroranschlag an der Polizeiverwaltung in Nasran, der 20 Menschen das Leben kostete, ist kritisch, in Krankenhäusern reichen die Krankenbetten und Blutkonserven für die zahlreichen Verletzten nicht aus. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Republik Inguschetien (russische Teilrepublik im Nordkaukasus) am Montag RIA Novosti telefonisch mitteilte, sind 20 Menschen beim Anschlag in der Hauptstadt Nasran ums Leben gekommen, 79 weitere, darunter zehn Kinder, sind verletzt. Dem Ministeriumssprecher zufolge ist die Situation kritisch, im republikanischen Krankenhaus, wo ein Großteil der Verletzten untergebracht ist, reichen die Krankenbetten nicht aus, Verletzte werden zum Teil in Krankenhäuser im Umland eingeliefert, es mangelt an Blutkonserven für Transfusionen, Medikamenten und an Medizintechnik. Die Untersuchungskommission der Staatsanwaltschaft für Inguschetien hatte noch vor kurzem über 16 Tote und 60 Verletzte berichtet. Die Explosion ereignete sich in den frühen Morgenstunden vor der Polizeiverwaltung Inguschetiens in Nasran, der größten Stadt der Republik. Nach Angaben hatte ein mit Sprengstoff beladener Nutzkraftwagen den Zaun gerammt, als das Personal der Verwaltung im Innenhof angetreten war. Durch die Wucht der Explosion wurden sowohl das Polizeigebäude als auch ein naheliegendes Wohnhaus beschädigt. Im Gebäude der Polizeiverwaltung brach ein schwerer Brand aus, der zur Explosion der dort lagernden Munition führte. Die Detonationen erschweren die Arbeit der Feuerwehr, teilte ein Sprecher des Zivilschutzes mit. Der Anschlag wurde nur vier Tage nach Rückkehr des inguschetischen Präsidenten Junus-Bek Jewkurow ins Amt verübt. Er war bei einem Attentat im Juni schwer verletzt und nach dem Anschlag in einem Moskauer Krankenhaus behandelt worden.
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