
TIFLIS, 24. August (RIA Novosti). Die dreizehn georgischen Besatzungsmitglieder eines in der Vorwoche von philippinischen Militärs aufgebrachten Schiffes unter panamischer Flagge befinden sich in einem Emigrationslager in Manila, Hauptstadt der Philippinen.
Das teilte Georgiens Vizeaußenminister Alexander Nalbandow am Montag auf einem Briefing mit.
Nach Medienangaben hatten philippinische Militärs auf dem Schiff, das den Hafen Mariveles angelaufen hatte, Waffen entdeckt.
Laut den Schiffspapieren war das Schiff von einem türkischen Hafen zum philippinischen Hafen Batangas unterwegs, der südlich von Manila liegt.
Die philippinischen Behörden nehmen an, dass die Waffen für die philippinischen Aufständischen bestimmt waren. Der Kampf gegen die Aufständischen auf dem Territorium des Inselstaates dauert seit über zehn Jahren an.
"Die georgische Seite nutzt alle Möglichkeiten, um unsere Bürger unverzüglich in die Heimat zu bringen. Nach den jüngsten Informationen, die die Konsularabteilung erhalten hat, sind alle dreizehn georgischen Bürger wohlauf und befinden sich in einem Emigrationslager in Manila", sagte Nalbandow.
Nach Angaben georgischer Fernsehgesellschaften, denen es gelang, sich mit Angehörigen der Festgenommenen in Verbindung zu setzen, hat der Schiffseigentümer einen Anwalt eingeschaltet. Eine Gerichtsverhandlung zu diesem Fall findet voraussichtlich am heutigen Montag statt.
Der georgische Außenminister Grigol Waschadse sagte in der vorigen Woche, dass sich sieben Staatsbürger Georgiens an Bord des Schiffes befänden.
Da es in Georgien keine philippinische Botschaft und auf den Philippinen keine georgische Botschaft gebe, seien die Botschaft und das Konsulat Georgiens in den USA beauftragt worden, die Verhandlungen mit den Philippinen zu führen.