
KAIRO, 19. Oktober (RIA Novosti). Ein noch nie dagewesener Befall durch Heuschrecken, die sich in diesem Jahr im westlichen Mauretanien stark vermehrt haben, bedroht die Ackerflächen in allen Ländern Westafrikas.
„Die hohe Konzentration an Heuschrecken (Larven wie ausgewachsenen Exemplaren), die in diesem Jahr in Westen Mauretaniens registriert wurde, gibt Fachleuten Grund für die Befürchtung, dass sich diese Schädlinge bei günstigen Wetterbedingungen (Regen, Wind und hohe Lufttemperaturen) über die benachbarten Länder ausbreiten können“, heißt es in einer Mitteilung des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA), die am Montag in Kairo veröffentlicht wurde.
Laut der Behörde wurden erste Anzeichen für den Heuschreckenbefall bereits im Süden von Marokko und in der Westsahara registriert.
Die Regenprognosen für die nächsten zwei Monate könnten die Situation merklich verschlechtern, zum Befall der landwirtschaftlichen Anbauflächen durch Heuschrecken und zur Vernichtung der Ernte in der ganzen Region führen, heißt es.
Bei der Heuschreckenplage im Jahr 2004 in Westafrika war der Landwirtschaft der Region ein enormer Schaden zugefügt worden. Zehntausende von Menschen waren vom Hungertod bedroht. Zum Schutz ihrer Saatflächen gegen die Schädlinge mussten die westafrikanischen Länder Militärs einsetzen.
Die UNO besteht auf unaufschiebbaren Maßnahmen zur Bekämpfung der Heuschreckenplage in der westafrikanischen Region.