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Über Lettland abgestürzter Himmelskörper kann Eisenmeteorit sein

14:10 | 26/ 10/ 2009

MOSKAU/ RIGA, 26. Oktober (RIA Novosti). Der am Sonntagabend über Lettland abgestürzte Himmelskörper ist höchstwahrscheinlich ein Eisenmeteorit.

Das teilte Wladimir Swetzow, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Dynamik der Geosphären der Russischen Akademie der Wissenschaften, am Montag in einem RIA-Novosti-Interview mit.

Medien zufolge ist am Sonntagabend im Nordosten Lettlands, in der Nähe der Kleinstadt Mazsalaca, ein mysteriöser Himmelskörper abgestürzt.

An der Stelle des Absturzes ist ein 20 Meter breiter und zehn Meter tiefer Trichter entstanden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Wie der Wissenschaftler Swetzow RIA Novosti sagte, war es, nach der Trichtergröße zu urteilen, höchstwahrscheinlich ein Eisenmeteorit.

"Die Steinmeteoriten zerfallen und verbrennen normalerweise schon in der Luft und erreichen die Erdoberfläche nicht. Das kann ein eiserner etwa ein Meter großer und einige Tonnen schwerer Himmelskörper sein", sagte Wladimir Swetzow.

Sollte es ein künstlicher Erdsatelliten sein, so sollte es um einen sehr festen Satelliten gehen, denn eine leichtere Konstruktion würde in der Luft auseinander fallen.

Metergroße Meteoriten erreichen dem Experten zufolge die Erde etwa einmal im Jahr, meistens handelt es sich dabei um Steinmeteoriten, die keine Krater hinterlassen, weil sie noch in der Luft zerfallen. Etwa ein Zehntel aller Meteoriten entfällt auf Eisenmeteoriten.

Der Experte verwies auf einen ähnlichen Eisenmeteoriten, der vor zehn Jahren auf einen Acker in der russischen Teilrepublik Baschkirien gestürzt war und einen zehn Meter breiten und fünf Meter tiefen Krater hinterlassen hatte.

Wie Ilgonis Vilks, Experte vom Institut für Astronomie der Lettischen Universität, am Montag RIA Novosti mitteilte, ist der über Lettland gestürzte Himmelskörper der größte in der Geschichte des Landes.

Auch früher seien über Lettland Meteoriten abgestützt, sie sollten jedoch nur Trichter von einigen Zentimetern hinterlassen haben, äußerte der Astronom.

Die Vizechefin der Brandschutz- und Rettungsbehörde Lettlands, Inga Vetere, hat in einem RIA-Novosti-Gespräch eine radioaktive Verseuchung nicht ausgeschlossen.

Nach Angaben von Janis Krastins, Chef der örtlichen Struktur der Staatlichen Brandschutz- und Rettungsbehörde, ist der Strahlungspegel im Trichter unwesentlich höher als außerhalb. "Es besteht keine Gefahr für die Menschen", versicherte er.

Eine Gruppe von Geologen ist auf dem Weg nach Mazsalaca, um die Information vor Ort zu prüfen.

 


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