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Nach "Meteoriteneinschlag": Lettischer Mobilfunker Tele2 wird Strafe zahlen

21:32 26/10/2009

Der lettische Mobilfunkanbieter Tele2 wird dem Staat alle Kosten ersetzen, die die Behörden bei der Untersuchung eines auf die Erde abgestürzten mysteriösen "Himmelskörpers" getragen haben.

RIGA, 26. Oktober (RIA Novosti). Der lettische Mobilfunkanbieter Tele2 wird dem Staat alle Kosten ersetzen, die die Behörden bei der Untersuchung eines auf die Erde abgestürzten mysteriösen "Himmelskörpers" getragen haben.

Der Meteoriteneinschlag sei mit Hilfe von Tele2 inszeniert worden, gab der für Marketing zuständige Tele2-Direktor Janis Sprogis am Montag in einem Interview der lettischen Agentur LETA zu. Zuvor hatte Innenministerin Linda Murniece in einem RIA-Novosti-Gespräch mitgeteilt, dass die Schuldigen unbedingt bestraft werden. "Gegen Menschen, die den Meteoriteneinschlag inszeniert haben, wird ein Strafverfahren eingeleitet. Ich denke, dass sie den Einsatz von Sonderdiensten werden bezahlen müssen. Die Summe wird nicht gering sein. Für derartige Witze muss man aufkommen", sagte die Ministerin.

Zuvor hatten örtliche Medien unter Berufung auf die zuständigen Behörden mitgeteilt, dass am Sonntagabend im Nordosten Lettlands, in der Nähe der Kleinstadt Mazsalaca, ein mysteriöser Himmelskörper eingeschlagen sei. An der Absturzstelle sei ein 20 Meter breiter und zehn Meter tiefer Trichter entstanden. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, hieß es. Die Meldungen sorgten auch im Ausland für Aufsehen.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Lettland und Estland, hatte am Montag den Ort in Mazsalaca untersucht. Der Leiter des Instituts für Astronomie der Lettischen Universität, Ilgonis Vilks, teilte mit, die Gruppe sei zum Schluss gelangt, dass es sich um eine Inszenierung handele. Der Trichter sei künstlich, anscheinend mit Spaten gegraben worden. Kein Meteorit bzw. kein Teil eines Erdsatelliten sei entdeckt worden. "Diese ganze Geschichte hat sich als eine Ente erwiesen. Der 'Meteorit' ist eine Fälschung", sagte der Wissenschaftler.

Zuvor hatten Experten vermutet, dass es sich um einen Meteoriten oder um Teile eines Erdsatelliten handeln könnte. Menschen aus ganz Lettland kamen am Montag nach Mazsalaca, um den riesigen Trichter zu besichtigen, berichtete die lettische Zeitung "Telegraf" in ihrer Onlineausgabe. Die Besitzerin des Grundstücks habe sogar Eintrittskarten für umgerechnet je zwei US-Dollar verkauft.

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