
KIEW, 09. November (RIA Novosti). Die in der Ukraine tobende Grippeepidemie hat bereits 155 Menschenleben, vor allem in den Westgebieten Lwow und Iwano-Frankowsk, gefordert.
Seit Ende Oktober haben sich fast 970 000 Ukrainer Grippe und andere respiratorische Virusinfektionen zugezogen, 49 000 Personen sind in Krankenhäuser eingeliefert worden.
Wie das ukrainische Gesundheitsministerium am Sonntagabend mitteilte, haben sich in den letzten 24 Stunden 3 994 Grippekranke in Krankenhäusern, 446 davon auf Intensivstationen befunden.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind auch 32 Ansteckungsfälle mit Schweinegrippe (A/H1N1-Grippe) landesweit nachgewiesen worden, 14 davon mit einem letalen Ausgang.
Die ukrainische Bevölkerungszahl hat per 1. Januar 2008 rund 46,4 Millionen betragen.
Ende Oktober erklärte das ukrainische Gesundheitsministerium, im Lande beginne eine Epidemie der hochpathogenen A/H1N1-Grippe. Alle Massenveranstaltungen wurden landesweit verboten, in den Schulen und Hochschulen begannen dreiwöchige Ferien. Über Regionen der Westukraine wurde Quarantäne verhängt.
In 13 ukrainischen Gebieten und in der Hauptstadt Kiew ist die Schwelle zur Epidemie überschritten worden.
Wie der Pressedienst des ukrainischen Grenzschutzes am Montag mitteilte, hat die Slowakei ab 8. November den slowakisch-ukrainischen Grenzübergang Ubla - Malyj Bereznyj im Karpatengebiet wegen der Grippeepidemie im Nachbarland für ukrainische Transportmittel geschlossen. An der Übergangsstelle Velky Slemenec besteht für ukrainische Bürger ab 3. November eingeschränkter Grenzverkehr.
Wie der Bevollmächtigte des slowakischen Grenzschutzes die ukrainische Seite schriftlich informierte, sind diese Maßnahmen "im Zusammenhang mit der aktiven Ausbreitung der Grippeepidemie auf ukrainischem Territorium und der Notwendigkeit, deren Ausweitung auf das Territorium der Slowakei einzuschränken" getroffen worden.
Die Einreise über die Grenzübergänge Uschgorod, Tschop und Pawlowo ist weiterhin unbegrenzt.