
MOSKAU, 13. November (RIA Novosti). Beim Löschen eines schweres Brandes im Munitionsdepot in der russischen Wolga-Stadt Uljanowsk sind am Freitag zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen.
Das teilte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde des Gebiets Uljanowsk telefonisch mit. "Sieben Feuerwehrleute wurden verletzt. Im Einsatz waren insgesamt 18 Feuerwehrmannschaften gewesen. Gelöscht wurde mit starken Wasserstrahlen aus einer Entfernung von etwa 60 Metern", sagte er.
Den jüngsten Angaben zufolge hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 30 Zivilisten auf dem Depotgelände befunden. Sie gelten als vermisst. Experten des Zivilschutzes unternehmen alle nur möglichen Anstrengungen, um die Menschen zu finden.
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Uljanowsk, Sergej Morosow, wird der Brand voraussichtlich erst am frühen Morgen gelöscht, weil es im Depot noch Artilleriegeschosse gibt. "Die Explosionen hörten beinahe auf. Der gefährliche Radius beträgt rund sieben Kilometer. Etwa 3000 Anwohner wurden bereits in Sicherheit gebracht", sagte er sagte im Kanal "Westi" des russischen Fernsehens. "Die Strom- und Gasversorgung des Depots musste unterbrochen werden. Dadurch gibt es auch in 24 naheliegenden Privathäusern vorübergehend kein Gas."