Panorama
Medwedew mahnt vor gefährlichen Folgen der Geschichtsfälschung
SINGABUR, 16. November (RIA Novosti). Als unzulässig hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew beliebige Versuche bezeichnet, eine Revision des Ausgangs des Zweiten Weltkrieges sowie des Beitrags der Sowjetunion und der Roten Armee zum Sieg vorzunehmen.
"Sollte es Versuche geben, die Geschichte umzukrempeln und sollte den Fälschern der Geschichte eine reale Macht eingeräumt werden, so werden wir bei etwaigen Ansprüchen und Schadenersatzforderungen landen", sagte er bei einem Besuch an Bord des Raketenkreuzers "Warjag", der zu einem Freundschaftsbesuch im Hafen von Singapur weilt. "Das ist für den Staat gefährlich", betonte der Staatschef.
Er hält zwar Diskussionen zwischen Wissenschaftlern zu einigen Fragen für angebracht, einige Fragen sind aber nach seiner Ansicht kein Diskussionsthema mehr, weil es dazu internationale Beschlüsse gibt.
"Sollte eine andere Entwicklung zugelassen werden, so würde man zu den Ergebnissen des Nürnberger Tribunals sagen: ‚Man hätte gegen sie keinen Prozess machen sollen, sie haben keine Verbrechen begangen.' Das ist doch absurd", so Medwedew.
"Wir müssen diese Dinge beobachten: Nicht gegen andere Standpunkte ankämpfen, sondern unsere Interessen verteidigen und Geschichtsfälschungen nicht zulassen, die den Interessen unseres Staates schaden könnten", sagte der Präsident Russlands.

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