Panorama
Israel öffnet Grenze für Palästina-Christen - nur für Weihnachten
Thema: Weihnachten 2009
"Palästina-Christen dürfen während der Weihnachtsfeierlichkeiten uneingeschränkt die Grenze passieren", teilte die Pressestelle der israelischen Armee am Donnerstag mit. Mehr als 10 000 Palästinenser haben bereits diese Möglichkeit genutzt, um ihre Angehörigen zu treffen und heilige Stätten zu besuchen.
In der Nacht zum Freitag wird Patriarch Fuad Twal von Jerusalem in der Geburtskirche zu Bethlehem, in der Jesus Christus das Licht der Welt erblickt haben soll, eine Messe zelebrieren. Nach den Katholiken und Protestanten werden dann die Orthodoxen in der Nacht zum 7. Januar das Weihnachtsfest feiern. Die Angehörigen der Armenischen Apostolischen Kirche begehen das Fest der Geburt Christi in der Nacht zum 19. Januar.
Nach Prognose des israelischen Tourismus-Ministeriums werden zu den Weihnachtsfeierlichkeiten bis zu 70 000 christliche Pilgerer in Bethlehem erwartet. Die Stadtbewohner, die hauptsächlich vom Tourismus leben, freuen sich über die Gäste. "Das Fest ist geglückt. Kein Vergleich mit der Intifada (aus der ersten Hälfte der 2000er Jahre) oder mit 2008, als der Krieg in Gaza die Feierlichkeiten vermasselt hat", sagte die in Russland geborene Rita in einem RIA-Novosti-Gespräch. Sie hat einen palästinensischen Ehemann und lebt jetzt in Bethlehem.
In den Festtagen setzten die israelischen Behörden zwischen Jerusalem und Bethlehem Busse ein, mit denen die Touristen kostenlos und deutlich bequemer in die von einer acht Meter hohen Betonmauer abgeriegelte und zahlreichen Kontrollpunkten umgebene palästinensische Stadt reisen können. Die meisten Gäste verbringen aber nur wenige Stunden in Bethlehem und kehren dann zurück nach Israel.

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