Panorama
Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte in Frankreich nehmen zu - Radiosender
MOSKAU, 18. Februar (RIA Novosti). Die Zahl der Einbrüche in Juweliergeschäfte in Frankreich ist im Jahr 2009 um 52,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Wie der französische Radiosender France Info am Donnerstag weiter mitteilte, wurden im vorigen Jahr landesweit 241 Überfälle auf Juweliergeschäfte registriert. Die in den vergangenen Jahren verübten Delikte dieser Art verteilen sich wie folgt: 158 im Jahr 2008, elf im Jahr 2007, 134 im Jahr 2006 und 88 im Jahr 2005.
Laut dem Sender häufen sich in letzter zeit Raubüberfälle unter Androhung von Waffengewalt, aber auch solche, da Einbrecher mit Autos in Schaufenster von Juweliersalons rasen.
Im vergangenen Jahr wurden sowohl teure Juweliersalons, die Meisterwerke der Juwelierkunst anbieten, als auch billigere Juwelierläden geplündert.
Laut France Info ist die zunehmende Zahl der Einbrüche in Juweliergeschäfte auf die weltweite Wirtschaftskrise und die steigende Nachfrage nach Edelmetallen zurückzuführen. Schuld daran würden auch die Besitzer tragen, die keine Sicherheitsanlagen in ihren Geschäften installieren ließen.
Der bisher schwerste Juwelenraub war im Dezember 2008 in der Pariser Boutique „Harry Winston“ begangen worden. Die Diebesbeute wurde auf 85 Millionen Euro geschätzt. Wie die Polizei im Juni 2009 mitteilte, sind 80 Prozent der gestohlenen Schmucksachen wieder entdeckt worden. 25 Tatverdächtige wurden gestellt.
Die französische Polizei hat wiederholt über eine zunehmende Zahl der Raubüberfälle auf Juweliersalons in Paris berichtet. Eine der bekanntesten kriminellen Organisationen, die Schmuckdiebstahl und Drogenhandel betreiben sowie Morde verüben, ist die serbisch-montenegrinische Gruppierung „Die rosa Panther“. Ihre Anführer stammen aus Serbien, Bosnien und Montenegro und agieren in 20 Ländern. Die Polizei hat bisher keine Kanäle für Raubguthandel aufdecken können.

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