
MOSKAU, 04. März (RIA Novosti). Ehrfurcht und Demut helfen bei der Erforschung der Dunklen Energie und das Internet kommt von seinem Einfluss her einer Atombombe nahe - das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche erklärte den Physikern seine Haltung zur modernen Wissenschaft.
„Man muss keine Angst vor Schwarzen Löchern und Antienergien haben… Die Dunkle Materie, die Dunkle Energie, die Antienergie - all dies hat Gott geschaffen. Der Teufel schafft dagegen nichts in dieser Welt, er zerstört nur“, sagte Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland am Donnerstag bei einem Treffen mit Dozenten und Professoren des Moskauer Instituts für Ingenieurwesen und Physik.
Gottes Werk müsse „mit Ehrfurcht und Demut" erforscht werden. Die Materie an sich sei kein Übel, das Böse entspringe aus der menschlichen Natur.
Zum Internet sagte Kyrill, das Web sei einerseits ein Labor, das zur Herausbildung der Persönlichkeit und ihres Charakters beitrage. Das Internet sei aber auch eine „riesige Herausforderung“ und ein „Examen“, denn es gehe darum, wie ein Mensch der Unzucht, den Lügen und aggressiven Trieben standhalten könne: „Wie eine Atombombe kann das Internet die menschliche Zivilisation entweder in einen Kollaps stürzen oder davor bewahren“.