Panorama
Erneuter Tiertod im Kiewer Zoo - Administration vermutet Vergiftung
KIEW, 25. Juni (RIA Novosti). Der Kiewer Zoo, der innerhalb weniger Monate mehrere seiner Zöglinge verloren hat, betrauert seit Donnerstag auch den Tod der Gayal-Kuh “Tuai”. Das teilt der Nachrichtendienst des ukrainischen Fernsehsenders „1+1“ auf seiner Webseite mit.
Laut Experten befindet sich der Tiergarten in einer beklemmenden Lage. Die Zoo-Leitung weist die Verantwortung für den schlechten Zustand der Tiere zurück und behauptet, der Tod der Tiere sei von Missgünstigen provoziert worden, die den Tiergarten und dessen Leitung in Misskredit bringen wollten.
Dem Chef der Initiativgruppe zur Rettung des Kiewer Zoos, Sergej Grigorjew, zufolge könnte das Gayal-Weibchen, das 1989 zur Welt gekommen war, auch aus Altersgründen gestorben sein. Das Tier habe sich in einem schrecklichen Zustand befunden und sich nicht mehr selbständig fortbewegen können, so Grigorjew.
Gayal ist eine domestierte Form der in Indien heimischen Rinderart. Die Lebenserwartung dieser Tiere beträgt cirka 25 Jahre.
Im Zoo waren in den vergangenen sechs Monaten ein Bison, ein Amurtiger, ein ussurischer Weißbrustbär, ein Zebrapferd, ein Gürteltier, 13 Großvögel und ein Przewalski-Pferd gestorben. Am 26. April starb der größte in einem europäischen Zoo lebende asiatische Elefant Boy, ein Symbol von Kiew, in seinem Freigehege. Laut ukrainischen Medienberichten soll der Elefant vergiftet worden sein.

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