Panorama
Putin mit Chapman und Co. zusammengetroffen
Thema: Mutmaßliche russische Spione in USA verhaftet
FOROS (Ukraine), 24. Juli (RIA Novosti). Russlands Premier Wladimir Putin ist vor einigen Tagen mit den russischen Bürgern zusammengetroffen, die im Zuge des jüngsten Spionageskandals aus den USA ausgewiesen worden waren.
Wie er in der Residenz des ukrainischen Präsidenten Journalisten mitteilte, habe er mit ihnen dabei „über das Leben gesprochen und Lieder gesungen". Der Ministerpräsident bestätigte, dass auch Anna Chapman dabei war.
„Hier gibt es nicht viel zu kommentieren", sagte Putin. „Ich habe bereits gesagt, dass dies Resultat eines Verrats war."
Nach seinen Worten werden diese Menschen „weiter arbeiten". „Ich bin sicher, dass sie würdige Arbeitsstellen bekommen und dass sie ein interessantes und inhaltsreiches Leben führen werden", sagte der Premier.
„Das Schicksal eines jeden dieser Menschen ist überaus schwer", führte er weiter aus. „Stellen Sie es sich nur vor: Man muss eine Fremdsprache auf dem Niveau der Muttersprache erlernen, jahrelang Aufträge im Interesse des Heimatlandes auszuführen, ohne dabei auf eine diplomatische Deckung zu hoffen. Dabei bringen sie ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Angehörigen in Gefahr, die nicht einmal wissen, wer sie sind und für wen sie arbeiten."
„Es ist nicht meine Aufgabe, ihre Arbeit einzuschätzen, das sollen ihre Leiter und die Endabnehmer von Daten dieser Art sowie der Oberbefehlshaber, der Präsident der Russischen Föderation, tun", betonte Putin.
Der Spionageskandal war Ende Juni ausgebrochen, als in den USA zehn Personen festgenommen wurden. Die bekannteste von ihnen war die 28-jährige Anna Chapman alias Kuschtschenko.
Die russischen Bürgerinnen und Bürger gestanden im USA-Gericht ihre Schuld und wurden bald danach im Wiener Flughafen gegen vier andere Russen ausgetauscht, die zuvor in Russland wegen Spionage verurteilt worden waren und nun in den Westen abgeschoben wurden.

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