Panorama
Sudan: Piloten des verschollenen russischen Hubschraubers wurden verprügelt
NEW YORK, 28. Juli (RIA Novosti). Die Piloten des russischen Hubschraubers, der am Dienstag im Sudan mysteriös verschwunden und dann in einer von Regierungstruppen kontrollierten Gegend aufgetaucht war, sind nach der Landung verprügelt worden.
Das teilte Martin Nesirky, Sprecher des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon, am Mittwoch unter Berufung auf die gemeinsame Mission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur (UNAMID) mit.
„Die Piloten und Mitglieder der (oppositionellen) Bewegung für Befreiung und Gerechtigkeit, die an Bord waren, wurden zusammengeschlagen. Dann wurden drei der Piloten in einen Truppenteil der sudanesischen Armee gebracht“, sagte Nesirky am Mittwoch in New York. Der Flugkapitän werde nach wie vor vermisst.
Ein Hubschrauber der russischen Fluggesellschaft UTair mit vier Besatzungsmitgliedern und fünf Sudanesen an Bord war am Dienstag als vermisst gemeldet worden. Nach Angaben des russischen Außenministeriums wurde die Maschine, die im Auftrag der UNO die UNAMID-Mission bedient, von Rebellen entführt.
Später teilte UTair mit, der Helikopter sei mit Verspätung an seinen Stützpunkt in Niyala zurückgekehrt. Vom Flugkapitän fehlt jedoch noch immer jede Spur.
Der Bürgerkrieg in Darfur dauert seit Februar 2003 an. Inzwischen sind nach UN-Angaben rund 300 000 Menschen getötet worden. Mehr als zweieinhalb Millionen wurden zu Flüchtlingen.

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